Dienstag, 20. Januar 2009

Schneeglöckchen

Es sieht fast aus, wie der Schnee selbst und versteckt sich häufig unter diesem. Es ist wohl die erste blühende Pflanze, die sich bereits im Winter, und zwar vom Februar bis März, zeigt.

Das Schneeglöckchen ist ein Zwiebelgewächs. Die Blüte hat drei äußere und drei innere Blütenblätter. Die inneren Blütenblätter sind etwa halb so groß wie die äußeren. Sie tragen an der Spitze einen grünen Fleck. Die Pflanze wird 8 - 30 cm hoch.

Eine Bedeutung des Schneeglöckchens heißt Trost.
Die Blumensprache sagt: "Aus deinen Blicken strahlt die Reinheit deines Herzens."

Ein kleiner Strauß von Schneeglöckchen erfreut mit Sicherheit jeden. Es gibt zahlreiche Gedichte und Geschichten über das Schneeglöckchen. Eine kleine Auswahl wird anschließend gebracht.

Ein kleines Frühlingslied über das Schneeglöckchen:

Der ursprüngliche Text stammt von Hedwig Haberkern (1837-1902)
und wird heute so gesungen:

Schneeflöckchen Weißröckchen wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken, dein Weg ist so weit.
Komm setz dich ans Fenster, du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter, wir haben dich gern.
Schneeflöckchen, du deckst uns die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher in himmlischer Ruh'.
Schneeflöckchen Weißröckchen komm zu uns ins Tal.
Dann bau'n wir den Schneemann und werfen den Ball.

Vom Schnee und vom Schneeglöckchen

Der Herr hat alles erschaffen: Gras und Kräuter und Blumen. Er hatte ihnen die schönsten Farben gegeben.
Zuletzt machte er nun noch den Schnee und sagte zu ihm: "Die Farbe kannst du dir selbst aussuchen. So einer wie du, der alles frisst, wird ja wohl etwas finden."
Der Schnee ging also zum Gras und sagte: "Gib mir deine grüne Farbe!"
Er ging zur Rose und bat sie um ihr rotes Kleid.
Er ging zum Veilchen und dann zur Sonnenblume. Denn er war eitel. Er wollte einen schönen Rock haben.
Aber Gras und Blumen lachten ihn aus und schickten ihn fort. Er setzte sich zum Schneeglöckchen und sagte betrübt: "Wenn mir niemand eine Farbe gibt, so ergeht es mir wie dem Wind. Der ist auch nur darum so bös, weil man ihn nicht sieht."
Da erbarmte sich das Schneeglöckchen und sprach: "Wenn dir mein Mäntelchen gefällt, kannst du es nehmen."
Der Schnee nahm das Mäntelchen und ist seitdem weiß.
Aber allen Blumen ist er er seitdem feind, nur nicht dem Schneeglöckchen.
Dähnhardt, Oskar (1870-1915)


Volkslied Schneeglöckchen kling

Schneeglöckchen kling,
Frühling uns bring,
bring uns den Sonnenschein,
wacht auf ihr Blümelein,
Schneeglöckchen kling,
Frühling uns bring.

Vöglein trara,
sind wieder da,
bau'n sich ein Nestelein,
für ihre Kinderlein.
Vöglein trara, sind wieder da.

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