Samstag, 2. März 2013

Die Pappel


Foto Leo Michels
Die Pappel steht als Symbol für Totenklage, Furcht, Schmerzen, Ehe, Arroganz. Weitere Namen sind Beberesche, Zitterpappel, Espe.

Redewendungen: 


  • Zittern wie Espenlaub
  • Der Espe das Zittern lehren wollen
  • Es ist keinen Pappenstiel wert

Die Blumensprache sagt: "Ich bin verschwiegen wie das Grab."

Charlotte de Latour über die Pappel

Pappel. Wohlthätigkeit. 
Foto Leo Michels
Die Pappel ist das Symbol der Wohlthätigkeit, sie ist die Freundin des Armen. Sie wächst kunstlos an den Ufern des Baches, der sie tränkt, und um die Hütte, wo man ihr ungestört ein Plätzchen gönnt. Sie unterwirft sich aber auch gutwillig der Kultur, und man sieht zuweilen ihren bescheidenen Stämme mitten unter den Blumen der Gärten. Sie hat nichts finsteres noch abschreckendes, ihr Anblick ist erfreulich und gefällig. Ihre Blüthen, von lieblicher Röthe, stehen mit ihren Zweigen und Blättern in Einklang, die, wie sie, mit einem silberfarbigen wolligen Glanz schimmern.

Sie macht einen gleich sanften Eindruck auf das Auge, das sie betrachtet, als auf die Hand, die sie berührt. Ihre Blüthen, ihre Blätter, ihre Zweige, ihre Wurzel, alles gewährt wohlthatigen Nutzen. Man bereitet daraus Flüssigkeiten, Syrup, Mundküchelchen u. dergl., die eben so wohlschmeckend als heilsam sind. Selbst ihre Wurzel stillt dem verirrten Wanderer, ohne Schaden für seine Gesundheit, den Hunger. Man darf diesen Baum nur mit einigem Nachdenken ansehen, um in allen Naturerzeugnissen Beweise der Güte und Vorsicht zu erkennen. Aber die gütige Mutter Natur hat sehr oft, wie in den Pflanzen, so auch in den Menschen, die größten Tugenden unter der bescheidensten Hülle verborgen.

Quelle: Charlotte de Latour: "Die Blumensprache, oder die Symbolik des Pflanzenreichs.

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